Hugo Köcke Sylt Westerland Wiesen von Süden

Blick auf Westerland, von Süden betrachtet

Öl auf Leinwand, 55 x 90 cm
mit Rahmen 70 x 105 cm

Signiert "Hugo Köcke"
bezeichnet "Westerland" und "Sylt"

verkauft / sold

 

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Hugo Köcke Dünen bei Westerland

Dünen bei Westerland auf Sylt

Öl auf Leinwand, 55 x 90 cm
mit Rahmen 73 x 108 cm

Signiert "Hugo Köcke"

 

verkauft / sold

 

 

Hugo Köcke Friesenhaüser in Keitum Sylt

Friesenhäuser in Keitum

Öl auf Leinwand, 51 x 80 cm
mit Rahmen 62 x 91 cm

Signiert "Hugo Köcke"

 

verkauft/sold

 

 

Ausstellung in Schleswig (1931)

Kunstausstellung Hugo Köcke in Schleswig


Die Ausstellung Hugo Köcke (Sylt), die neben Zeichnungen etwa 60 bis 70 Oelgemälde umfasst und bis zum 15. Februar in Schleswig gezeigt wird, wurde am letzten Sonntag von Regierungsrat Dr. Ingwersen eröffnet. Dr. Ingwersen wies darauf hin, daß der Künstler 14 Tage in Schleswig bleibe, um etwaige Porträtaufträge auszuführen. Dann sprach der Maler selbst in instruktiver Weise über das Thema "Handwerk und Kunst". Kunst sei Können, so führte der Vortragende aus, und dieses schließe ein, daß der Künstler, ursprünglich überhaupt vom Handwerk herkommend, auch guter Handwerker sein müsse. Zum Handwerk des Künstlers gehöre neben anderem, den Bildausschnitt sinngemäß auszubauen, die Farbwerte zu kennen und die Rahmenfrage richtig zu lösen.

Der Vortragende illustrierte seine interessanten und mit Beifall aufgenommenen Ausführungen durch Wandtafelzeichnungen.


Die Ausstellung überrascht in angenehmer Weise. Die Zeiten subjektiver Ausdrucksüberschreitungen liegen hinter uns und kommen uns schon fast fremd vor. Köckes Bilder, in ihrem Stile immer eindeutig, immer klar, leicht zum Sachlichen neigend, bejahen die aufbauenden Werte und wirken darum befreiend und wie eine Wohltat auf den Beschauer ein, sei es das Landschaftsbild oder sei es das Bildnis. Köckes Gefühl für Farbigkeit, Licht- und Tiefenwirkung, sowie innige Naturverbundenheit befähigen ihn, das Wesen, die Schönheit einer Landschaft zu erfassen, und ungehindert kann er diese seine innere Schau ins Material überströmen lassen. Darum wirken seine Bilder von Sylt so neu und so heimatwahr, heimatnah, ganz gleich, ob es sich handelt um die ans Monumentale reichenden Rhythmen der Dünenkämme, um die Dünen mit den wenigen harten Strandgräsern und den tausend und abertausend bunten Sandkörnern (Gemälde "Dünenkette", Privatbesitz), um die hohe Hügelgruppe, die das "Morsumkliff" aus sich herausdrückt und die benachbarten Abhänge nachbröckeln läßt (Bild Nr. 34) oder um den tintigblauen und mit Rohr umstandenen "Dünensee", über den die schwere, mit Salzgeruch gesättigte Seeluft stoßweise hinfährt. Alle schöngesehenen Einzelheiten des Naturbildes sind mit Liebe und Begeisterung höheren Zwecken dienstbar gemacht: So watscheln zwei muntere Entenscharen im Gänsemarsch in die Bildmitte hinein, hin zum See an der fernen Dünenreihe; der leicht betonte Farbenrhythmus überläßt es den Enten gern, im Beschauer das Raumgefühl zu wecken. Dieses große Landschaftsbild, "Morgenspaziergang" heißt es, ist übrigens kürzlich in der großen Berliner Kunstausstellung gezeigt worden. Auch der "Ueberlaufene Strand", über dem wundersam farbige Licht- und Lufttönungen liegen, läßt die wenig Badenden sich in den Linien des fast keusch anlaufenden Wassers nach der Ferne hin verlieren. Mehr episch aufgefaßt ist das "Badeleben in Westerland". Heiter und in vollem Ernst erscheinen auf dem Bilde die Personengruppen: Strandwächter und Karre, Bubi und Ball, Alter und Junge (oder Vater und Tochter?), Brandung und Menschlein. Heiter und in vollem Ernste, wie das bunte Badekostüm, wie wir, die wir vor dem Bilde stehen und mitbaden.

Die vortrefflichen Zeichnungen des Künstlers lassen es wegen der leichten Auflockerung der Linien und der ganz aufs Malerische absehenden Behandlung des Lichts zu farbigen Wirkungen kommen. Die Begabung für harmonievollen Ausgleich zwischen Zeichnung und Malerei macht Köcke zu einem guten Bildnismaler. Es ist bezeugt, daß die im Ausstellungsraum hängenden Porträts jede Probe auf Aehnlichkeit bestanden haben. Das ist umsomehr bemerkenswert, als "entschiedene" Expressionisten manchen bedeutsamen Kopf "nur" als "Vorwand" für eigenes gesteigertes, leidenschaftliches Erleben "aufgefaßt" wissen wollten, umsomehr, als eben manche dieser "Vorwände" Mangel an Können vertuschten. Köcke hat immer auf Naturtreue gemalt und hat immer in seinem Mitmenschen den ästhetischen Menschen zu deuten versucht. Der Begriff des Schönen im sonstigen Sinn ist Köcke fremd, und darum malt er eben den Mitmenschen, ganz gleich ob Fischer, Kaptain, Akademiker, Kaufmannsfrau oder Naturkind. Im Bildnis "Fräulein Ines Brandt" hebt sich der rotblonde Mädchenkopf, der wegen seiner Plastik fast aus dem Rahmen heraustritt, von einem dunklen grünspangrünblauen, leicht aufgerauhten Hintergrund wirkungsvoll ab. Eigentümliches Licht umschmeichelt von oben her das Haar und modelliert das interessante Gesicht mit seiner gepflegten, porzellanigen und fein durchbluteten Haut. Ines Brandt lebt in ihrem Bildnis. Man kann von einem Kunstwerk vielleicht nichts Schöneres sagen.


(Schleswiger Nachrichten, 11. Februar 1931)

Hugo Köcke: Garten in Westerland

Garten in Westerland

Öl auf Leinwand, 49 x 57 cm
mit Rahmen: 55 x 63 cm
Signiert „Hugo Köcke“, bezeichnet „Sylt“

Hugo Köcke Sylt Westerland Friesenhäuser SÜderende

Bauernhäuser im Süden von Westerland

Öl auf Leinwand, 49 x 79 cm
mit Rahmen: 65 x 95 cm

Signiert "Hugo Köcke“ + datiert 1935

 

verkauft/sold

Hugo Köcke Bauernhof auf Sylt 1944

Szene von einem Bauernhof

Bleistift auf Papier, 34 x 60 cm
mit Rahmen 64 x 80 cm

Signiert "Hugo Köcke"
bezeichnet "Sylt 1944"

Hugo Köcke Sylt Blick auf Keitum von Nordwesten

Blick auf Keitum von Nordwesten

Aquarell auf Papier, 30 x 50 cm
mit Rahmen 42 x 62 cm

Signiert "H. Köcke"
datiert 1927

Die bisher letzte Werkausstellung fand 1980 statt!

Danke an das Sylter Archiv!
Hugo KLöcke Sylt Aufziehendes Unwetter über dem Morsumkliff

Aufziehendes Unwetter über dem Morsumkliff

Öl auf Hartfaserplatte, 46 x 71 cm
mit Rahmen 49 x 74 cm


Unsigniert

Aus dem Nachlass des Künstlers

 

verkauft/sold

Hugo Köcke Friesenhäuser (Skizze) Bleistift

Friesenhäuser (Skizze)

Bleistift auf Papier, 9,5 x 36,5 cm
mit Rahmen 22 x 63 cm

Signiert "H. Köcke"

 

verkauft/sold

 

 

Hugo Köcke Portrait Fritz Lehmann
Hugo Köcke Portrait Fritz Lehmann (Detail)
Hugo Köcke Portrait Fritz Lehmann (Detail)
 

Portrait Fritz Lehmann

Pastell, 36,5 x 28,5 cm
mit Rahmen 52 x 43,5 cm

Signiert "Hugo Köcke"
datiert 1927


Rückseite bezeichnet

 

verkauft/sold

Hugo Köcke Tiroler Alpen

Tiroler Alpen

Öl auf Leinwand, 41 x 51 cm
mit Rahmen 48 x 58 cm

Signiert "Hugo Köcke"
Rückseite bezeichnet

Hugo Köcke Männlicher Akt (Studienskizze)

Männlicher Akt (Studienskizze)

Bleistift auf Papier, 38 x 26 cm
mit Rahmen 54 x 42 cm

Signiert "Hugo Köcke"

 

 

Hugo Köcke Alte Dame, Rückenansicht (Studienskizze)

Alte Dame, Rückenansicht (Studienskizze)

Bleistift und Pastell auf Papier, 38 x 26 cm
mit Rahmen 54 x 42 cm

Signiert "Hugo Köcke"

 

 

Hugo Köcke Kinder "Bruno und Hertha" (Studienskizze)

"Bruno und Hertha" (Studienskizze)

Bleistift auf Papier, 38 x 26 cm
mit Rahmen 54 x 42 cm

Signiert "Hugo Köcke"

 

 

Hugo Köcke Kinder "Hertha" (Studienskizze)

"Hertha" (Studienskizze)

Bleistift auf Papier, 38 x 26 cm
mit Rahmen 54 x 42 cm

Signiert "Hugo Köcke"

 

 

Hugo Köcke

Berlin 1874 - 1956 Westerland
Maler und Graphiker

Hugo Köcke war zunächst Schüler der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, danach studierte er von 1902 bis 1905 an der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin unter Friedrich Kallmorgen. Außerdem hatte er 1890 bis 1893 den handwerklichen Beruf des Lithographen erlernt. Nach Studienreisen in Holland und Frankreich (u.a. Paris) - ermöglicht durch einen Ehrenpreis der Akademie - ließ er sich als freier Künstler in Berlin nieder. 1920 wurde er Mitglied des Vereins Berliner Künstler. Sein Bruder Max Köcke-Wichmann machte sich ebenfalls als Landschafts- und Portraitmaler einen Namen.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Köcke erstmals auf die Insel Sylt. Hier nahm er vielfältige Anregungen für seine Darstellungen der Natur und Landschaft auf. 1921 heiratete er eine Sylterin und siedelte fest auf die Insel über. Im Herbst 1928 wurde er gemeinsam mit Fritz Lehmann Initiator und Begründer des „Sylter Seefahrts-Museums“. Er nahm nicht teil an den Umwälzungen in der modernen Kunst, sondern blieb bei der naturalistischen Darstellung von Landschaften, Portraits und Genreszenen, die seine Popularität vor allem während der 30er Jahre begründeten. Nach dem Kriege hatte er allerdings - bedingt durch die fehlende Altersversorgung und den neuen Kunstgeschmack der Nachkriegsgeneration - zunehmend wirtschaftliche Schwierigkeiten. Köckes Landschaften haben in der Regel durch eine lockere Pinselhandschrift malerische Eigenschaften. Perspektivisch werden dazu gelegentlich Größendimensionen, zum Beispiel von Dünen, übersteigert. Mehr zeichnerisch, fast fotografisch, steht dem die Portraitmalerei gegenüber, deren exakte Ähnlichkeit gerühmt wurde. Als dritter Themenkreis können Bilder von Seeleuten, Bauern und Handwerkern gelten. Die Gesichtszüge der dargestellten Insulaner und die Abbildungen heute gänzlich veränderter Sylter Landschaften haben für den zeitgenössischen Betrachter einen dokumentarischen Wert, der im letzteren Fall auch nachdenklich machen sollte.

Ausstellungen: Große Berliner Kunstausstellung (seit 1904 regelmäßig); Glaspalast München (1906 bis 1916); Sylter Woche (1926 und 1951); Heimatmuseum Keitum/Sylt; Gedächtnisausstellung des Sammlers E. Thoms, Westerland (1980, mit Werkverzeichnis, vgl. Archiv).

Literatur: Thieme-Becker Bd. 21, S. 209; Vollmer Bd.3, S. 78; Eigenes Archiv; KI Sylt; Gottorf u.a. S. 104; Schulze-Wülwer; Dressler S. 530; ADEC.

Literatur und Links

Hugo Köcke galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als aufstrebender Künstler. Er war Mitglied im Verein Berliner Künstler, nahm an wichtigen großen Kunstausstellungen teil und fand folglich auch Berücksichtigung in sämtlichen bedeutenden Nachschlagewerken - Thieme-Becker, Vollmer, Bénézit, Dressler und einigen anderen. Seit seinem endgültigen Umzug nach Sylt verliert sich für den Rest der Welt die Spur, und er selbst scheint Gefallen daran zu finden, nur noch als "Sylter Heimatmaler" tätig zu sein. In späteren Publikationen taucht sein Name immer seltener auf. Immer mehr werden Informationen aus verschiedenen Sekundärquellen "zusammengebaut", biographisches Material wird - mehr oder weniger authentisch - mündlich überliefert, denn schließlich hat fast jede alteingesessene Familie in Westerland irgendwo "einen Köcke" bei sich hängen.
Als ich selbst vor einigen Jahren eine Kurzbigraphie verfasste, bediente ich mich ebenfalls aus diesem lückenhaften Fundus - selbstverständlich mit Nennung der verwendeten Quellen. Bei späteren Recherchen im Internet stellte ich fest, dass mein Text von einer belgischen Kunsthandlung 1:1 verwendet worden ist, ohne Hinweise auf die Quellen...

Literatur:

Thieme-Becker Bd. 21, S. 209
Vollmer Bd.3, S. 78
Bénézit
Dressler S. 530
Busse
ADEC
Ulrich Schulte-Wüllwer: Sylt in der Malerei
Landesmuseum Schloß Gottorf (Hg): Künstlerinsel Sylt S. 104;
Frank Deppe: Sylter Straßennamen - auch als Link verfügbar: http://books.google.de/books?id=-1LzBobaDj4C&pg=PA74&dq=Hugo
+K%C3%B6cke#v=onepage&q=Hugo%20K%C3%B6cke&f=false



Links:

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_K%C3%B6cke

Sylter Heimatmuseum: http://www.museen-sh.de/Objekt/DE-MUS-074615/lido/2013-001

Signaturendatenbank Auktionshaus Bergmann:
http://www.auktion-bergmann.de/ufItemInfo.aspx?a_id=3&i_id=281965&s_id=300

Timeless Collection (Belgien): http://www.timelesscollection.be/ImageGallery/ImagePreview.aspx?id=56cf6938-f4d5-4969-b18d-54f91e6b1f16&m=2&c=00000000-0000-0000-0000-000000000000&i=8ba98fff-ae09-4205-b4f7-52c9e9356122

Familiendatenbank Sylt: http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=sylt&ID=I6519&nachname=K%F6CKE&modus=&lang=de

Galerie Herold (Hamburg und Kampen/Sylt): Erlesene Arbeiten norddeutscher Künstler in ständig wechselnder Ausstellung. Auch Gemälde von Hugo Köcke sind hier immer wieder vertreten.
http://www.galerie-herold.de/

Ergänzungen folgen in Kürze!